Door-To-Door Spam

Ich bin wohl genauso ein Freund von Spam, wie jeder andere auch. Es ist pure Zeitverschwendung, blockiert die Intertubes und ist borderline dada-istisch – minus dem künstlerischen Wert, dem ich dem Dadaismus auch nur entfernt zuschreibe.
Aber es wird in der heutigen Zeit als virtuelles Ärgernis geduldet, gelöscht und vergessen. Die meisten sind wohl schon so konditioniert, dass nur in Ausnahmefällen Spam als legitime eMail erkannt wird. Viele haben extra eMail-Adressen für solche Zwecke.
Doch aus aktuellem Anlass muss ich im Zusammenhang mit Spam den Energieanbieter Yello nennen. Es mag sein, dass deren Produkt günstiger, ökologischer, was-auch-immer ist, das heisst aber noch lange nicht, dass sie zu Massnahmen wie dem door-to-door-spamming greifen sollten. Eigentlich wird es als “Hausieren” bezeichnet, aber “Spam” trifft es genauso gut, wenn nicht besser.
Einem befreundeten älteren Ehepaar wurde nun ein Vertrag mit Yello-Strom an der Haustür angeboten und sie sind drauf reingefallen. Es mag ja sein, dass es für sie Vorteile bietet, das will ich nicht bestreiten, aber bedenken wir mal die Konsequenzen:

  1. Ein Unternehmen beschäftigt Hausierer/Spammer, um ihr Produkt zu verkaufen.
  2. Kunden gehen darauf ein.
  3. Das Unternehmen macht Profit.
  4. goto 1.

Ich glaube, man kann sehen, worauf das hinausläuft. Andere Unternehmen sehen die positive Bilanz, die door-to-door-spamming nach sich zieht und benutzen ihrerseits diese Methode. Es sei denn, natürlich, solange diese Methode mehr Profit abwirft, als der schlechte Ruf, der es einbringt, zunichte macht.
Nun, es kann ja sein, dass Yello mit diesen Methoden nichts zu tun hat und es sich nur um Unterhändler handelt, die mit Vertragsabschlüssen ihr Geld verdienen. Doch selbst wenn, solch ein System zur Verfügung zu stellen ist in sich verwerflich. Ich werde morgen mal dort anrufen und um Stellungnahme bitten.

Trotzalledem möchte ich diesen Eintrag auf einer heiteren Note beenden und einen weiteren Web-Comic vorstellen. Penny Arcade ist wirklich grandios und besonders dieser Strip hat mich zu diesem Eintrag inspiriert. Ich hab mir PA sogar als offline Version besorgt, i.e. die Bücher gekauft. Jeden Cent wert.

Nachtrag 2.April 2009
Ein Anruf bei Yello bestätigte, das es offizielle Politik von Yello ist, sogenannte “Promoter” auch von Tür zu Tür laufen zu lassen.

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One Comment

  1. Martin
    Posted April 1, 2009 at 06:34 | Permalink

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